Behind The Tunes

Behind The Tunes and the history of Highland Music

Die klassische schottische Musik ist grob in zwei Kategorien einteilbar. Zum Einen in die so genannte „Light Music“, die populäre Alltagsmusik und zum Anderen in den Piobaireachd oder auch Pibrochd, die Kunstform der Bagpipe Musik.

Für die hochklassigen Spieler ist der Piobaireachd als Kunstform natürlich die wichtigere Musikform. Die Light Music ist dafür um einiges populärer und wird von den meisten Pipern und Pipe Bands gespielt. Entwicklungsgeschichtlich liegen die Wurzeln der Light Music aber wohl im Piobaireachd, sie entwickelte sich erst im Laufe des 18. Jahrhunderts. Obwohl die Musik der Highlands überwiegend langsam und melancholisch war,  gab es aber auch sicherlich auch schon vorher schnellere Tanzlieder. 

Im 18. Jahrhundert galt die Light Music noch eher als Fingerübung für die Große Musik. Wegen Ihrer eingängigen Melodien entwickelte sie sich aber rasch zur eigenständigen und heute weit populäreren Musikform.

The Reel

Der Reel ist ein schnelles Tanzlied im 2/2 Takt, was zwei Schlägen pro Takt entspricht. Er ist die häufigste Musikform in historischen Musikbüchern. Er wird recht schnell und rund gespielt, die Akzentuierung ist weniger stark. Er besteht in der Regel aus zwei, vier oder sechs Teilen und soll schon um 1590 in Schottland getanzt worden sein. Seine Ursprünge liegen wahrscheinlich im aus Frankreich kommenden Tanz, dem „Haye“.

The Slow Air

Der Slow Air ist ein getragenes, langsames Musikstück aus meist 2 Teilen. Er wird meist im 2/4, 3/4, 4/4 oder 6/8 Takt gespielt. Das Hauptaugenmerk liegt hier mehr im Ausdruck als in der Technik. „Air“ bedeutet hier nicht die englische Bezeichnung für Luft sondern leitet sich vom französischen „Arie“ ab, was so viel wie Lied bedeutet. Viele bekannte Volkslieder wie zum Beispiel der „Skye Boat Song“ wurden so adaptiert.

The Hornpipe

Die Hornpipe spielt meist im 2/4 Takt und ist ebenfalls ein Tanzstück welches in der Regel sehr schnell gespielt wird. Im Vergleich zum Reel finden sich bei der Hornpipe aber nur wenige punktierte Noten wieder und jeder Vierte Teil wird wiederholt. Die Hornpipe finden wir ebenso in der irischen Folklore oder im Barock in der englischen Hochmusik wieder.  Die ersten Dudelsack Hornpipes fanden ihren Ursprung in der Fidel Music.

The Jig

Der Jig oder auf irisch Port ist aktuell neben dem Reel die beliebteste Musikrichtung der keltischen  Volksmusik. Die Struktur des Jigs geht geht höchstwahrscheinlich auf die triolische Struktur von alten Märschen, meist im 6/8 Takt zurück. Meist gliedert sich der Jig zwei oder vier Teile zu je acht Takten, mit jeweils einer Wiederholung.

The Regimental March

Der Regimenter March ist eine Erkennungsmelodie des militärischen Regimentes. Mit der Melodie Regiment March ist meist ein bestimmtes Regiment der schottischen Armee verbunden und soll zur Verstärkung der Moral und Zusammengehörigkeit in der Truppe dienen. Ein weiterer Zweck dient der Unterscheidung des verschiedenen Regimenter auf dem Schlachtfeld und bei Paraden. Oftmals stammen diese Melodien von alten Volksliedern ab.

The Retreat

Retreat bedeutet übersetzt Rückzug. Dieser wurde zum Einen auf dem Schlachtfeldern gespielt um den Rückzug zu befehlen, er wurde aber zum Anderen ebenso gespielt um den Feierabend der Soldaten einzuläuten. Er besteht in der Regel aus einem 3/4 Marsch und zwei oder vier Teilen, wobei die einzelnen Teile wiederholt werden. Die Rhythmik kommt ursprünglich aus Trommelsignalen.

The Piobaireachd

Piobaireachd oder Pibrochd stammt aus dem gälischen und beschreibt eigentlich einfach „Dudelsack spielen“.  Seine Ursprünge reichen weit ins 15. Jahrhundert. Die Musikform des Pibrochd aus dem Hochland Schottlands ist einzigartig. In keinem anderen Land der Welt, nicht einmal in anderen Gebieten in denen eine andere Form des Dudelsacks zu Hause ist, gibt es eine vergleichbare Musiktradition. Der Klang der Pipe und die Harmonien, welche durch die Drones entstehen kommen nur auf der Great Highland Bagpipe in dieser Form und so einzigartig zur Geltung. Der Pibroch lässt sich grob in vier Unterarten einteilen, in Laments, Battle Tunes, Katherine Tunes und Salutes. Alle ähneln sich in der Grundeigenschaft und werden, nach dem Zeitgefühl des schottischen Hochlands langsam und getragen gespielt.

Das Lament ist ein Klagelied, melancholisch und traurig, oft ist der Tod großer Persönlichkeiten das Thema. Battle Tunes erzählen von großen Schlachten. Gathering Tunes werden zum Versammeln oder bei Versammlungen von Truppen oder Clans gespielt, Salutes waren zur Begrüßung großer Persönlichkeiten oder von Freunden gedacht.

 

… zu den Stories hinter einzelnen Tunes…

Amazing Grace
Highland Cathedral
Blue Bells of Scotland
Cullen Bay
Flower Of Scotland
Scotland The Brave

 

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